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Die Geschichte der Weiberau im oberösterreichischen Bauernkrieg 1626

27.01.2026 08:28

Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen ins Pfarrzentrum, um die Ausführungen von Gerhard Bruckmüller und Franz Meingassner zum geschichtsträchtigen Ort Weiberau zu hören.

Gerhard Bruckmüller und Franz Meingassner erzählen die Ausführungen zum geschichtsträchtigen Ort Weiberau
© KWB Weibern
Ein Mann und eine Frau in altertümlichem Bauerngewand
© KWB Weibern
Besucher:innen sitzen im Pfarrzentrum
© KWB Weibern

Der vom Katholischen Bildungswerk und der Gemeindebücherei Weibern organisierte Vortrag „Die Geschichte der Weiberau im Oberösterreichischen Bauernkrieg 1626“ stieß auf großes Interesse: Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen ins Pfarrzentrum, um die Ausführungen von Gerhard Bruckmüller und Franz Meingassner zum geschichtsträchtigen Ort Weiberau zu hören.

Die Referenten beleuchteten nicht nur die tragischen und leidvollen Ereignisse des Jahres 1626, sondern erklärten auch die historische Entwicklung der Weiberau insgesamt. Dabei wurde unter anderem der Frage nachgegangen, warum sich gerade hier das wichtigste Ausbildungslager des großen dritten Bauernaufstandes mit bis zu 20.000 Mann und später beim vierten Bauernaufstand 1632 noch einmal ein Lager mit bis zu 2.000 Mann befunden hat. 

Wie sah das gesellschaftliche Leben damals aus? Wie waren die Machtverhältnisse verteilt? Warum erhoben sich die Bauern als größte Bevölkerungsgruppe? Und welche Folgen hatte ihr Aufbegehren? Auch die geologische Beschaffenheit des Gebietes und seine Nutzungsmöglichkeiten für Mensch und Tier wurden anschaulich erklärt.

Alles in allem bot der Vortrag einen aufschlussreichen und spannenden Einblick in ein wichtiges Stück regionaler Geschichte, getragen von einer abwechslungsreichen und lebendigen Darstellung der beiden Referenten. Diese Veranstaltung bildete den Auftakt für das Jahresprogramm in Weibern im Rahmen der communale oö 2026 400 Jahre Bauernkrieg in OÖ.
 

Weitere geplante Veranstaltungen:

12. Juni, 15:00–18:00 Uhr
„RePrinting History“ – Kunstworkshop mit Johanna Mayrhofer.
Die Situation der Frauen wird mithilfe historischer Drucktechniken sichtbar gemacht; die entstandenen Arbeiten werden später ausgestellt.

12. Juni, 19:30–21:00 Uhr
Ökumenische Gedenkfeier „MUT zum MITEINANDER“ mit Bischof Dr. Manfred Scheuer und Superintendent Dr. Gerold Lehner am Kaderbaunberg mit abschließendem Höhenfeuer.

29. August
E-Bike-Tour zu den Gedenkorten im Bezirk Grieskirchen, mit Führung zu den Fresken im Landschloss Parz und durch die Sonderausstellung „Rebellen! Die schwarzen Bauern der Weiberau“ im Schloss Starhemberg.

Weitere Programmpunkte ohne fixen Termin:

  • Gastspiel des Literaturschiffs in Weibern
  • Literarische Wanderung von Weibern nach Haag mit vier Stationen
  • Übergabe einer Schulbox zum Thema Bauernkrieg an die Volksschule Weibern

Die Sonderausstellung „Rebellen! Die schwarzen Bauern der Weiberau – Ihre Beweggründe und Schicksale im Oberösterreichischen Bauernkrieg“ ist vom 9. Mai bis 26. Oktober im Haager Heimatmuseum im Schloss Starhemberg zu sehen. Die Eröffnung findet am 9. Mai um 14:00 Uhr statt.