Trotz Regen folgten am 12. Juni rund 200 Menschen der Einladung der Bürgerliste proO. zu einem Regenbogen-Spaziergang durch Ottensheim. Unter dem Motto „Mut zum Zaumkuma“ setzten sie ein besonderes Zeichen für Gleichberechtigung, Inklusion und ein gutes Leben für alle.
Als Abschluss eines fröhlichen, von Musik und Tanz begleiteten Spaziergangs durch Ottensheim hissten Bürgermeisterin Maria Hagenauer und Vizebürgermeisterin Michaela Kaineder zum ersten Mal die Regenbogenfahne am Gemeindeamt als ein deutlich sichtbares Zeichen der Gemeinde. „Mit dieser Fahne senden wir als Gemeinde eine ganz klare Botschaft der Offenheit. Wir wollen eine Gesellschaft, die sich in ihrer Vielfalt stärkt und respektiert und für Gerechtigkeit eintritt“, freut sich Vizebürgermeisterin Kaineder über den gelungenen Gemeinderatsbeschluss zum Ankauf der Fahne.
Im Anschluss diskutierten im Gemeindesaal, moderiert von Victoria Schuster, Gernot Wagner von der Hosi Linz, Lisa Höglinger vom Queertreff Rohrbach, Agnes Schützenhofer, Leiterin der Regenbogenpastoral der Diözese Linz und Karin Neuwirth vom Institut für Legal Gender Studies an der JKU. Berührend und engagiert wurden Themen wie Ausgrenzung, gleiche Rechte für alle Menschen und Chancengleichheit in einem rauer werdenden politischen und gesellschaftlichen Klima aufgegriffen.
Thematisiert wurden aber auch die oft kleinen Zeichen der Hoffnung und positive Veränderungen in Gesellschaft und auch Kirche. Um diese Hoffnung zum Erblühen zu bringen, braucht es Engagement und Mut. „Mut zum Zaumkuma“ eben, so wie am Freitag in Ottensheim.
Das Hissen der Regenbogenfahne und die Podiumsdiskussion sind eine Kooperation der Marktgemeinde Ottensheim, der communale OÖ, der HOSI Linz und des Vereins Donauquarz.
