Pressekonferenz
17.12.2025
2022 wurde die communale oö als neues Kulturprojekt und Veranstaltungsformat des Landes Oberösterreich gestartet. Schon auf dem Reißbrett stand fest, dass sie insbesondere historische Themen mit zeitgenössischer Kultur verbinden und fördern und durch partizipative Formate kulturelle Selbstermächtigung, lokale Identität und regionale Vernetzung anregen soll.
Diese Prämissen wurden bei den ersten beiden communale-Ausgaben 2022 in Eferding und 2023 in Peuerbach erfüllt und sukzessive weiter ausgebaut. Die communale oö wurde zu einem Raum für Dialog, Beteiligung, Zusammenarbeit und Veränderung. Freie Entfaltung für Kunst und Kultur – das ist das Ziel. Die communale oö ist ein offenes Format, das interdisziplinäre Zugänge zulässt und neue Wege geht. Die nächste Edition soll auch zeigen, wie gut und stimmig es sein kann, wenn zeitgenössische Kunst auf Tradition und Volkskultur trifft.
communale oö 2026: 400 Jahre Bauernkrieg in Oberösterreich
Die kommende communale oö behandelt das Thema 400 Jahre Bauernkrieg in Oberösterreich. Die Geschehnisse von 1626 stehen für einen Wendepunkt in der Geschichte. Erstmals stiegen breite Bevölkerungsschichten für mehr Rechte auf die Barrikaden und lehnten sich gegen die Unterdrückung durch die Obrigkeit auf. Auch der oberösterreichische Bauernkrieg von 1626 richtete sich gegen feudale Unterdrückung, hohe Abgaben und mangelnde politische Mitsprache. Inspiriert von reformatorischen Ideen und der Forderung nach Gleichheit formulierten die Aufständischen zentrale Anliegen wie die Aufhebung der Leibeigenschaft, gerechtere Steuern und das Recht auf eine selbstgewählte Geistlichkeit.
Das Programm der communale oö wird nicht nur eine Nacherzählung der Geschehnisse von vor 400 Jahren liefern, sondern sucht auch nach Bezügen zum Jetzt. Es macht dieses Thema mit den Mitteln der Kunst und einem ambitionierten Kulturvermittlungsprogramm erlebbar und verständlich. Genau darin liegt die Stärke dieses Kulturformats.

